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  • Mirko

Zwischen Wäldern und Fjorden. Norwegen und Schweden.

Nach einem Jahr Arbeit und härtester Reiseabstinenz ist es nun endlich soweit, wir haben Urlaub.



Dieses Jahr soll es nach Skandinavien gehen, genauer gesagt nach Schweden und in denn Süden Norwegens. So starten wir an diesem Supersommer Sonntag früh um 5 Uhr Richtung Rostock wo wir morgen früh mit der Fähre nach Trelleborg übersetzen möchten. Nach etwa einer Stunde halten wir noch einmal zum Tanken denn der Diesel in Skandinavien ist nicht unbedingt der günstigste auf unserer Reise und Man'i gönnt sich ja doch ein wenig mehr von eben diesem. So werden noch schnell beide Tanks mit gesamt 850 Litern befüllt und schon geht es weiter.Während ich nun so über die Landstraße Richtung Cottbus fahre holen die Mädels ihren Schlaf nach und Anja schaut sich die vorbei ziehende Gegend an. Nach einiger Zeit sind wir auf der Autobahn und gönnen uns erstmal ein Frühstück, denn heute morgen sind wir gleich ohne diesem aufgebrochen um noch vor dem ganzen Ferienverkehr auf der Autobahn zu sein. Der Kaffee und das Frühstück sind wundervoll und vertreiben die letzte Müdigkeit und so kann es frisch und munter weiter in Richtung Ostsee gehen. Da ich diese Strecke ja nun beruflich jede Woche fahre, weiß ich das man die Petersdorfer Brücke bei Malchow tunlichst meiden sollte und fahre somit bei Röbel von der Autobahn um bei Güstrow wieder auf diese zu fahren. Dieser kleine Umweg hat uns etwa zwei Stunden Stau erspart denn der ganze Reiseverkehr stellt sich an dieser Engstelle an.Übernachten wollen wir am Strand bei Hohe Düne was auch auf dem Parkplatz am Strand ohne weiteres möglich ist. Neben uns parkt noch ein Kraz welcher natürlich sofort meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Nach kurzer Begutachtung zieht es uns aber an denn Strand, es ist ja erst kurz nach Mittag.Entlang des Strands kann man bis nach Hohe Düne laufen wo einen die kleine Fähre hinüber nach Warnemünde bringt. Hier angekommen gönnen wir uns erstmal einen kleinen Imbiss und schlendern weiter über denn Fischmarkt welcher Anja ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.Wir schlendern entlang des alten Stroms und durch die kleinen Gassen und merken dabei gar nicht wie die Zeit vergeht bis wir am Abend wieder an unserem Parkplatz sind. Noch ein Bierchen mit dem Nachbarn und dann begeben wir uns schon fast zur Ruhe denn morgen heißt es früh aufstehen.

Unsere Fähre legt um 7:30 Uhr ab und ein Stück zu fahren ist es auch noch bis in den Hafen. Also auf auf und raus aus den Federn. Während Anja die Verpflegung in den Taschen verpackt baue ich das Dachzelt zusammen welches seit Ostern als Kinderzimmer dient und mache Man'i Abreise fertig. Noch schnell an der Tankstelle angehalten und nochmals vollgetankt und weiter geht's in den Hafen. Nach kurzer Wartezeit geht es auch schon ins Innere des Schiffes. Die Mädels staunen dabei nicht schlecht denn außer Anja welche mich gelegentlich im Scania begleitet haben sie noch nie so ein großes Schiff aus der Nähe gesehen. So sitzen wir nun an Bord des Schiffes und warten darauf das wir in Trelleborg ankommen. Zwischendurch spielen wir einige Spiele, schlafen etwas und essen unser Picknick welches Anja heute morgen eingepackt hat. Nach fast endlosen sechs Stunden haben wir dann endlich Trelleborg erreicht und verlassen das Schiff, wobei eigentlich kommt erst eine Qualmwolke und dann Man'i aus dem Inneren des Schiffes :-) Morgen wollen wir nach Höör uns denn dortigen Tierpark anschauen und da das nicht allzu weit weg ist haben wir uns ein schönes Fleckchen bei Malmö unmittelbar am Strand zum Übernachten ausgesucht. Hier ist viel Platz zum Parken obwohl es wie die letzten Wochen auch unerträglich heiß ist. Das liegt vielleicht daran das heute Montag ist und doch einige Schweden arbeiten müssen. Gut für uns denn so können wir uns einen guten Stellplatz aussuchen und abends nach dem Baden sogar ungestört Grillen. Zwischendurch mache ich mit Anja noch einen kleinen Spaziergang und kundschaften ein bisschen die Gegend aus. Dabei komme ich zu dem Entschluss hier öfters mal herzufahren wenn es mein Dienstplan zulässt.



Auch schöne Photos kann man hier machen, besonders von der Öresundbrücke mit Sonnenuntergang. So sitzen wir jetzt hier am Strand und genießen unsere erste gemeinsame Zeit seit langem zusammen mit einem Glaß Wein während die Kinder mit den Hunden der Nachbarn spielen.

Nach dem Frühstück fahren wir nach Höör zum größten Tierpark Skanes wo wir den ganzen Tag verbringen denn hier wird einem wirklich was geboten. Neben vielen einheimischen Tieren wie Fuchs, Wolf, Bär und so weiter gibt es auch einen kleinen Park für die Kinder durch welchen man mit einem Traktor gefahren wird und viele kleine und grosse Spielplätze. Ja da werden auch die Erwachsenen wieder jung. Alles in allem lohnt sich dieser Park für die ganze Familie auch wenn der Eintrittspreis etwas höher ausfällt. Zum Übernachten fahren wir heute noch an einen See bei Häselholm wo wir uns ein Bad gönnen und einen kleinen Spaziergang durch die Natur zum nahegelegenen Schloß unternehmen. Die Mädels sind bei Zeiten kaputt nach diesem anstrengenden Tag und auch ich und Anja gehen heute Mal etwas eher ins Bett.



Der Tag beginnt wie jeder und so fahren wir nach dem alltäglichen Camp Abbau Programm weiter Richtung Norden denn wir wollen ja eigentlich nach Norwegen. Einen kleinen Zwischenstopp habe ich aber noch geplant von dem die Mädels noch nichts wissen. Bei Fagerhult unmittelbar an der E 4 befindet sich ein Flugzeug von Candy Airlines und wie könnte es auch anders sein ist dieses voll mit Süßigkeiten. So blitzen die Augen der beiden riesig auf und die Freude steht ihnen im wahrsten Sinne des Wortes ins Gesicht geschrieben als wir das Flugzeug betreten. So vollgepackt mit leckeren Naschereien geht es nun endgültig weiter gen Norden. Querfeldein zur E 6 und diese immer weiter über Göteborg bis nach Tanum. Das sind gut fünf Stunden Fahrt die bei dieser Hitze doch recht anstrengend werden können, besonders für die Beifahrer die ja nichts weiteres zu tun haben außer sich immer wieder über die Süßigkeiten von heute morgen her zu machen. Schließlich erreichen wir Tanum wo es einige Felsritzungen aus der Bronzezeit zu bestaunen gibt. Diese sind hier überall in den Felsen und wurden für die Besucher mit roter Farbe sichtbar gemacht. Der Rundweg ist gut angelegt und führt uns vom Besucherzentrum durch den nahen Wald auf der anderen Strassenseite an vielen dieser einzigartigen und bestens erhaltenen Bilder vorbei wieder zurück zu Man'i. Da sich der Tag dem Ende neigt und wir nicht die Absicht haben auf dem hiesigen Campingplatz am Besucherzentrum zu Übernachten fahren wir noch ein paar Kilometer weiter zu einer weiteren Felsritzung im Wald. Googlemaps sagte dort ist ein kleiner Parkplatz und wir denken mal das dieser unser heutiger Stellplatz werden wird. Kaum angekommen stellen wir fest dass wir wohl nicht die einzigen sind die auf diesen Gedanken gekommen sind aber egal wir bleiben denn Platz ist ja noch reichlich vorhanden. Rechts neben uns parkt eine junge Frau mit ihren Kindern, der jüngste ist gerade einmal ein Jahr alt und hat sofort unsere Mia in Besitz genommen zum spielen. Auf der anderen Seite stehen anfänglich zwei Deutsche Wohnmobile dessen Besitzer mich sofort in Beschlag nehmen um alles aber auch wirklich alles über Man'i zu erfahren. So wird es ein doch recht geselliger Abend und auch die drei jungen Leute mit ihrem Kastenwagen können dank unserer Pfanne noch ihr Abendessen genießen, denn die ihre ist wohl Zuhause geblieben. Das kann vorkommen und ist sogar mir in all den Jahren schon passiert. In Tanum befindet sich auch ein riesiges Einkaufszentrum welches wir heute noch nutzen um unsere Vorräte aufzufüllen. Und da das Wetter irgendwie so lala ist nutzen wir die Zeit um noch etwas zu schländern und zu stöbern schließlich kommen wir hier ja nicht jeden Tag hin. Im Anschluss geht es auf Landstraßen auf nach Norwegen wo wir uns den Älgafalet anschauen wollen. Dieser eigentlich recht imposante Wasserfall befindet sich direkt an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden und ist über einen kleinen Wanderweg in wenigen Minuten vom Parkplatz aus zu erreichen. Nur leider hat dieser Wasserfall kein Wasser denn die anhaltende Trockenheit hat dafür gesorgt das aus dem reissenden Bach ein trockenes Rinnsal geworden ist. Verdammt und ich hab Anja riesige Wasserfälle versprochen, ist ja wiedermal typisch. Dennoch verbringen wir hier einige zeit, machen Photos und steigen sogar an dem Wasserfall nach oben um die Aussicht zu genießen. Es soll dann heute noch nach Halden gehen um die Festung Fredriksten zu besichtigen. Kaum angekommen wird auch das Wetter wieder schöner und nach einiger Zeit haben wir wieder strahlend blauen Himmel. Die Festung ist eine riesige Anlage die hoch oben über Halden trohnt und schon von weitem zu erkennen ist. Hier kann man sich völlig frei bewegen und alles nach Herzenslust erkunden und so entdecken wir viele kleine und grosse Sachen die so eine Festung zu bieten hat, erfahren viel interessantes über ihre Geschichte und genießen nebenbei noch die Sonne während wir von ganz oben die Aussicht auf Halden und das Umland bewundern. Auf dem Weg zu einem etwas entfernt gelegenen Teil der Anlage entdecken wir wilde Erdbeeren am Wegesrand und sofort machen sich meine drei Damen darüber her diese einzusammeln und zu vernaschen. Doch oben auf der einen Mauer sollte Anja noch etwas entdecken was sie schon lange nicht mehr gesehen hat. Da wächst tatsächlich in der letzten Ecke der Befestigungsmauer ein Stachelbeeren Strauch und hängt zudem voller reifer Stachelbeeren. Die Freude in ihren Augen ist unbeschreiblich und ehe ich mich versehe ist sie auch schon oben auf der Mauer und macht sich über die Beeren her. Es ist immer wieder schön zu sehen wie wenig man eigentlich braucht um glücklich und zufrieden zu sein. Nach einigen Stunden auf der Festung haben wir dann genug gesehen und fahren weiter an einen nahegelegenen See wo wir unser Lager aufschlagen für heute. Auch hier gibt es einen Strand zum Baden und so verbringen wir den Rest des Tages mit Schwimmen und Spielchen spielen so wie es sich gehört. Das Wasser in den Seen ist übrigens richtig schön warm so das man wirklich lange baden kann, sehr lange. Und es wird auch sehr spät dunkel, sehr spät und so kommt es das wir fast bis Mitternacht am Strand sind und einfach das Leben genießen und Anja spricht immernoch von dem Stachelbeeren Strauch:-)



Es geht weiter ins Innere des Landes, anfänglich auf Autobahnen und Schnellstraßen durch unzählige kurze und lange Tunnel, weiter auf Haupt und Nebenstraßen bis hin nach Heddal. Hier befindet sich eine der bekanntesten Stabkirchen Norwegens welche wir uns natürlich nicht entgehen lassen können.Der Parkplatz ist Recht groß und entsprechend viele Busse mit Touristen aus aller Welt, vorallem Deutsche und Japaner, letztere sollten im laufe der Reise Anjas Lieblinge werden, finden hier platz. Doch das kann auch etwas gutes haben denn so gelingt es uns in der Kirche an einer eigens für eine Deutsche Bussgruppe gehaltenen Führung Teil zu haben. Das ist wirklich interessant was der da erzählt und lässt mich so einiges besser verstehen. Besonders die Eigenarten der Bauweise aber auch das mit dem gut und böse. ( Schatz bitte nicht hauen, ich kann ja nichts dafür. Wirklich )Zu der Kirche gehört auch noch ein kleines Freilichtmuseum welches in der Nähe auf einem kleinen Hügel steht. Hier hat man einige Häuser aus der Umgebung zusammengetragen und liebevoll restauriert. Einige davon haben noch die originale Einrichtung und sogar die alten Wand und Deckenmalereien welche mehrere hundert Jahre alt sind. Auch hier wurde alles mit einem Rundweg verbunden so das man ohne große Anstrengung aber mit vielen neuen Eindrücken wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück kommt wo es heute mal ein Eis gibt bevor wir unsere Reise weiter fortsetzen. Jetzt kommt Man'i mal so richtig ins schwitzen denn es geht hoch in die Berge. Genauer gesagt zum Gaustatoppen welcher mit seinen 1886 Metern der höchste Berg der Region ist. Die Anfahrt bis zum auf 1280 Meter hoch gelegenen Parkplatz zieht sich über fast 30 km immer bergauf wobei es mittendrin auch einige extra steile Abschnitte gibt. Oben angekommen finden wir einen völlig überfüllten und zudem extrem überteuerten Parkplatz vor und entscheiden uns sofort dazu eine andere Stelle für die Nacht zu wählen. Ein Stück weit zurück war eine kleine aber gut geeignete Stelle gewesen welche ich mir als Notfall Platz schon mal vorgemerkt habe. Also wenden und zurück. Die Stelle stellt sich als Glücksgriff heraus denn neben einem fast geraden Stellplatz etwas ab von der Strasse haben wir hier auch eine Quelle mit reichlich frischem Wasser und einen super Blick auf den Berg sowie denn Bergsee welcher sich unmittelbar hinter uns befindet. Nur der Wind ist etwas unangenehm kalt und lässt das Dachzelt ganz schön flattern was mich veranlasst dieses noch zusätzlich zu sichern. Den Rest des Tages lassen wir ganz gemütlich mit selbst gemachten Burgern und einer Flasche Wein mit besten Blick auf das morgige Wanderziel ausklingen.

Die Rucksäcke sind gepackt und die Wanderschuhe fest geschnürt, so kann's losgehen Richtung Gipfel. Heute erwartet uns der Gaustatoppen mit seinen 1886 Metern Höhe. Der Aufstieg ist mit vier Stunden angegeben und sieht schon von unten Recht steil aus weshalb wir schon Recht früh für unsere Verhältnisse aufgebrochen sind. Doch schon jetzt sind wir nicht die einzigen auf dem Weg nach oben. Eine schier unendlich wirkende Menschenschlange zieht sich auf den Berg hinauf und lässt mich schon erahnen das das wohl keine ruhige Bergtour wird. Auf etwa der Hälfte des Aufstiegs machen wir eine etwas längere Pause und genießen unser zweites Frühstück in der immer heißer glühenden Sonne während sich die Massen weiter unaufhörlich den Berg hinauf Quälen. Nach weiteren zwei Stunden haben auch wir es geschafft und sind an unserem Ziel angekommen. An dieser Stelle muss ich Anja und die Mädels noch einmal beglückwünschen denn es ist ihre erste Besteigung eines so hohen Berges. Toll gemacht auch wenn es zwischendurch einer kleinen extra Motivation bedurfte. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend und lässt uns nur erahnen was in den nächsten Wochen noch auf uns zu kommen wird. Von hier oben kann man ein Sechstel von ganz Norwegen sehen und sogar Dank des guten Wetters die Schnee bedeckten Gipfel der Hardangervidda. Wir sitzen noch lange auf einer Plattform in der Sonne und machen Photos und blicken in die Ferne bis wir uns entschließen wieder den Abstieg anzutreten. Doch vorher sollte es noch ein Eis geben doch leider war dieses hier oben nicht erhältlich und so mussten wir notgedrungen auf frische Waffeln mit Schokocreme zurück greifen. So frisch gestärkt geht es wieder bergab. Der Weg ist sehr steil und schroff mit grossen Absätzen und losem Geröll was mit der Zeit ganz schön auf die Knie geht. Aber das gehört nunmal dazu und so beissen wir die Zähne zusammen und steigen weiter bergab bis wir gegen Abend wieder in unserem Lager ankommen. Am Parkplatz von wo aus der Wanderweg beginnt bekommen wir sogar noch ein Eis was die Stimmung bei den Mädels gleich um einiges anhebt.Da so ein anstrengender Tag auch hungrig macht und wir ja doch recht gut stehen beschließen wir den Dutch Ofen zu aktivieren und uns einen deftigen Eintopf zu kochen. Dieser ist nach etwa zweieinhalb Stunden fertig und schmeckt hervorragend mit etwas Brot und einem Glass Wein. Leider hat mich schon im Laufe des Tages ein kleiner Schnupfen ereihlt welcher immer schlimmer wird und so gehe ich heute doch etwas eher ins Bett. Das viele Baden und der manchmal kühle Wind sind mir wohl doch nicht ganz bekommen. Naja das wird wieder. Gute Nacht.



Nachdem wir nun zwei Tage an diesem wundervollen Platz verbracht haben zieht es uns weiter und so geht es nach einem deftigen Frühstück mit ordentlichem Rührei weiter in Richtung Westen. Zuerst einmal müssen wir über unzählige Serpentinen hinab ins nächste Tal wo wir noch eine Kleinigkeit einkaufen. Hauptsächlich Brot und Obst sowie etwas Gemüse. Im Anschluss fahren wir über Nebenstrassen einfach weiter ohne einem genauen Ziel vor Augen. Die Natur, die Berge, die Seen und überhaupt alles rundherum ist so fantastisch das wir am liebsten überall bleiben wollen. Mit Hilfe der App Park4Night welche wir schon länger benutzen haben wir einen kleinen Rastplatz in der Nähe von Valle entdeckt welchen wir jetzt anfahren wollen. Kaum angekommen sind wir und vor allem die Mädels hell begeistert denn hier ist ein Fluss in dem man baden kann und es gibt sogar einige natürliche Rutschen welche durch das Wasser im Laufe der Jahre in den Fels geschliffen wurden. Während ich mit Anja einen geeigneten Parkplatz suche bleiben Mia und Alina im Man'i sitzen. Kaum haben wir einen Platz gefunden zwischen denn ganzen Wohnmobilen die hier so rum stehen kommt auch schon ein netter Herr mit fränkischen Dialekt auf mich zu und frägt ob das da vorne wohl unser Wohnmobil sei, ja genau das große Grüne. Ich antworte natürlich mit ja und genau in dem Augenblick kommt auch schon Alina auf mich zu. Ich denke mir da stimmt was nicht denn eigentlich sollten die beiden im Auto bleiben und genau so ist es auch. Während wir auf Parkplatz suche waren ist uns doch ein Norweger mit seinem Caddy gegen den Container gefahren berichtet mir der nette Herr aus Franken welcher wie sich rausstellte unser heutiger Nachbar ist. Natürlich bin ich gleich zu Man'i um zu schauen was genau nun passiert ist doch wir haben Glück. Der Arme Pechvogel mit dem Caddy hat genau die Stahlkante der Befästigungsecke erwischt und somit ist am Man'i nix weiter zu sehen. Sollte eh mal wieder neu gestrichen werden. Nur wo ist eigentlich der besagte Crashpilot überhaupt? Ein Stück weiter vorn steht sein Auto welches hinter der B Säule eine tiefe breite Delle ohne Farbe hat, aber der Fahrer der fehlt. Komisch naja wenn keiner da dann keiner da, weit kann er ja nicht sein. Erstmal alles Photographieren und Nummernschild aufschreiben. Doch auch in der Zwischenzeit lässt sich niemand blicken und so parke ich jetzt erstmal um. Nach einiger Zeit sehe ich einen Herrn aus dem Fluss kommen der setzt sich mit nasser Badehose in den Caddy und schwupps weg war er. Eigenartig aber naja ich hab ja Kennzeichen und Photos da kann nichts passieren falls da mal was kommt mit der Post und an Man'i ist ja nix passiert.Das Wasser im Fluss ist so warm das die Mädels denn ganzen Abend am baden und Rutschen sind. Das hat denn Vorteil daß ich mich mit Anja um die Wäsche kümmern kann die wir gestern Abend noch in unser Wäschefass eingfüllt haben. Nach so einem Fahrtag mit vielen Kurven und Serpentinen ist das alles ordentlich durchgerürt und muss nur noch aufgehangen werden um im Wind zu trocknen. Leider habe ich noch immer mit dem Schnupfen zu kämpfen und verzichte daher heute auf ein Bad im kühlen Nass und mache es mir lieber mit einem Tee gemütlich. So komme ich auch mal dazu einige Photos zu entwickeln während Anja sich liebevoll ums Abendbrot kümmert. Es ist noch was vom gestrigen Eintopf übrig was nur aufgewärmt werden braucht und so durchgezogen schmeckt er noch um einiges besser als gestern.

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht geht es nun weiter zum Lysebotten von wo wir morgen mit der Fähre durch den Fjord fahren wollen. Als erstes halten wir heute im nahegelegenen Valle um uns ein bisschen umzusehen. Viel gibt es hier ja nicht, nur eine Hängebrücke über den Fluss und einen Souvenirshop. Gerade wo wir weiter wollen kommt der Dorfpolizist angelaufen und spricht uns an. Eigentlich wollte er sich ja nur was zu Essen holen aber als er unser Zuhause gesehen hat mußte er unbedingt neugierig sein sagt er. So plaudern wir noch ein bisschen und es stellt sich heraus dass er beim Norwegischen Militär auch LKW gefahren ist. Zwar einen Scania aber immerhin in Feld Bunt. Jetzt aber weiter, der Weg ist noch weit heute. Die Strasse in Richtung Lysebotten ist landschaftlich ein absolutes Highlight und zwingt uns immer wieder anzuhalten um Photos zu machen. Auch eine ausgiebige Kaffeepause gönnen wir uns und genießen dabei die herrliche Ruhe hier oben. Die Strasse wird im weiteren Verlauf immer schmäler so daß wir bei Gegenverkehr immer wieder anhalten müssen um aneinander passieren zu können. Einige male muss ich sogar zurück fahren. Das strängt an aber dieses Wetter und die Landschaft entschädigen für alles. Geschafft wir sind oberhalb des Fjords angekommen, nun noch einen Parkplatz finden für die Nacht und dann noch ne Runde laufen. Hmm zumindest war so der Plan. Wird aber irgendwie nichts denn auf dem großen Parkplatz dürfen wir nicht übernachten und die Parkgebühr für den restlichen Nachmittag ist auch nicht ohne. Somit entschließen wir uns ein Stück die Serpentinen hinunter zu fahren, dort ist noch ein kleiner Parkplatz an einem Wasserfall. Kaum angekommen beratschlagen wir bei einem Tee wie es weiter geht denn der Tag ist ja noch nicht zu alt. Ich Versuche derweil ein Ticket für die Fähre zu buchen doch irgendwie möchte das Buchungsportal meine Kreditkarte nicht und so macht sich etwas schlechte Stimmung breit. Wir beschließen daher hinunter an den Anleger zu fahren und uns dort ein Ticket zu besorgen für morgen früh. Die Serpentinen hinunter ins Tal sind Atemberaubend und wie ich finde um vieles schöner als die Trollstigen oder so manch Alpenpass.



Am Anleger angekommen stellen wir fest das die nächste Fähre bereits in einer Stunde ablegt und auf dieser ist auch noch viel Platz, so überlegen wir nicht lange und fahren mit dieser heute noch mit.Das war eine super Entscheidung denn der Anblick der Berge vom Fjord aus in der Abendsonne ist wundervoll. Das letzte mal hatte ich Regen und Nebel als ich hier war aber heute absolutes Kaiserwetter. Nach kurzer Zeit ertönt aus dem Lautsprecher der Hinweis auf einige Robben am Rand des Wassers und schon verlangsamt das Schiff die Fahrt damit wir diese bestaunen können. Drei weiße Robben sitzen da auf einem Felsen und genießen die letzten Sonnenstrahlen. Die Fahrt dauert insgesamt zweieinhalb Stunden und ist sehr interessant, denn es gibt nicht nur Landschaft mit Bergen und Wasser sondern es wird auch einiges über die Region und die Geschichte dieser erzählt. Zu guter Letzt passieren wir noch den Preikestolen welcher unser morgiges Ziel sein soll. Kurz vor dem Anlegen des Schiffes beobachte ich bereits mit Adleraugen die Umgebung und entdecke eine kleine Straße die immer am Fjord entlang verläuft. Es müsste doch dumm zugehen wenn wir dort nicht einen Platz für die Nacht finden würden. So fahren wir direkt auf dieses Sträßchen welches kleiner ist als es vom weiten aus sah und haben Glück denn bereits nach wenigen Kilometern finden wir einen super windgeschützten Platz direkt am Fjord. Gegen 22 Uhr, also nach dem Abendessen Versuche ich noch mein Glück mit der Angel, jedoch war das Glück nicht auf meiner Seite und so geht es nun ins Bett.

Auf zum Preikestolen heißt es heute und so heißt es wieder alles zusammen packen, Brote schmieren und los geht's. Bis zum Parkplatz von wo aus unsere Wanderung beginnt ist es nicht weit, eine halbe Stunde vielleicht und so kommen wir noch Rechtzeitig vor den Massentouristen los. Der Aufstieg beginnt etwas steil und ist total ausgetreten, das ändert sich allerdings nach einer Weile und es geht flach und gemütlich durch die Natur. Das wechselt sich dann immer wieder ab, mal anstrengend steil dann wieder flach und gemütlich bis wir nach etwa zwei Stunden das Plateau erreichen. Es ist einfach nur schön, mehr kann und muss man dazu nicht sagen. Dieser Ausblick, einfach wundervoll. Oben die flachen Felsen des Fjels welche sich über endlose Kilometer erstrecken und unten der Fjord auf welchen wir gestern Abend noch mit der Fähre gefahren sind. Einfach Traumhaft. Natürlich verweilen wir hier eine Weile und genießen neben dem Panorama auch unsere Brote die wir uns mitgenommen haben. Nach etwa einer Stunde wird es uns hier aber zu voll denn tausende andere zieht es auch hier hoch und von Erholung und genießen ist nichts mehr zu spüren. Auf dem Rückweg springen wir noch in einen der beiden Bergseen welche wohl temperiert eine willkommene Abkühlung sind. Langsam und gemütlich geht es nun wieder zum Ausgangspunkt zurück. Ein kleines Stückchen wollen wir noch fahren denn Anja hat in unserem Reiseführer etwas über einen Märchenwald gelesen der nicht allzuweit entfernt sein soll. Laut APP kann man dort auch parken also Motor Start und los. Dort angekommen stehen wir auf einem schönen kleinen Schotterplatz umringt von einigen Schafen und später auch Kühen. Das freut natürlich die Mädels und schon sind die beiden verschwunden und spielen am Bach welcher unmittelbar hinter Man'i den Berg hinunter fließt während ich und Anja uns um das Essen kümmern.




Heute morgen besuchen wir den Märchenwald welcher absolut unscheinbar sich in einem angrenzenden Waldstück befindet. Dieser ist weder Touristisch erschlossen noch überhaupt besonders ausgeschildert sondern einfach nur da. Irgendwer kam irgendwann einfach mal auf die Idee diesen Wald mit kleinen Wegen und Pfaden auszustatten und dazu lauter kleine und große Figuren zu schnitzen welche jetzt hier an diesem mystischen Ort stehen. Das ist richtig hübsch hier und so mache ich viele Photos und merke gar nicht wie die Zeit vergeht. Insgesamt sind wir fast zwei Stunden hier und haben jede Minute genossen. Jetzt soll es aber weiter gehen denn wir wollen heute Abend am Buabreen Gletscher sein. Auf dem Weg dorthin entdecken wir eine alte Mühlenanlage welche wohl über Jahrhunderte hinweg in Betrieb gewesen sein muss. Diese wird natürlich sofort besichtigt und genauer untersucht. Danach führt es uns über viele Berge und durch viele Täler an den Latefossen welcher ein ganz besonderes Highlight auf unserer Bisherigen Reise sein soll, denn es ist der erste wirklich große Wasserfall mit ordentlich Wasser. Und genau Solche Wasserfälle hab ich Anja ja versprochen. Auch hier werden natürlich viele Photos gemacht und zu guter letzt sogar noch ein Eis gegessen. Das haben wir uns verdient denn der Weg bis hier her war heute ganz schön lang und Man'i hat wieder ordentlich Kilometer gemacht. Im Anschluss geht es noch hinauf zu einem Parkplatz unterhalb des Gletschers welcher wohl zu einem Bauernhof gehört. Die Anfahrt ist etwas naja wie soll ich sagen, da war ein Schild im Tal mit 2,5 Metern irgendwas und Anja hatte zwischendurch etwas Angst. Aber es ist alles gut gegangen und wir sind ohne Probleme oben angekommen und stehen nun zwischen einigen bekannten Gesichtern der letzten Tage und genießen den Blick auf den Berg mit seiner Hell Blau leuchtenden Gletscherzunge bei einem Glass Wein während die Mädels mit den Nachbarkindern spielen. OK es wahr ein einliter Glass Wein.

Heute geht es früh raus denn wir wollen hoch an den Gletscher. Der Weg beginnt flach und verläuft immer parallel zum Fluss welcher von dem Gletschereis gespeist wird. Nach etwa einem Kilometer geht es etwas steiler bergan und wir überqueren einige Wasserläufe, einmal mit und mal ohne Brücke. Etwas weiter geht es dann an Seilen hängend steil bergauf bis wir gegen Mittag den Gletscher erreichen. Auch hier ist es atemberaubend schön und so verweilen wir einige Stunden auf einem Felsen, liegen in der Sonne, bestaunen die Umgebung, und beobachten den Gletscher welcher mit all seiner Farbenpracht unmittelbar neben uns liegt und unentwegt eiskaltes Wasser ausspuckt welches dem ganzen noch eine ganz besondere Geräuschkulisse verleiht. Irgendwann am Nachmittag begeben wir uns dann wieder auf den Rückweg und klettern den Berg wieder hinab. Das macht den Mädels ganz besonders Spaß denn das abseilen und hinunter hangeln ist besser als jeder Spielplatz. Da wir heute einen Fahrfreien Tag machen lassen wir denn Rest des Tages ganz gemütlich ausklingen. Ich gehe nochmal an ein Wasserloch welches von dem Flusswasser gespeist wird und Spüle mich ein wenig darin ab. Während ich danach noch meine Beine ein wenig im Wasser baumeln lasse beobachte ich ein paar Leute die mir dieses gleich tun wollen. Das blieb jedoch nur bei einem Versuch denn das Wasser kommt direkt vom Eis und war nicht mehr als drei oder vier Grad warm. Hihi dachte sie wüsten das :-)



Die nächsten anderthalb Tage verbringen wir hauptsächlich mit fahren. Wir wollen nach Bergen, das ist zwar nicht weit für unsere Verhältnisse aber auf Norwegischen Straßen zieht sich das ganz schön hin. So fahren wir am ersten Tag bei etwas regnerischen Wetter um den Hardangerfjord und vorbei an einigen Wasserfällen bis wir keine lust mehr haben. Zwischendurch mußte ich einige male anhalten um frische Kirschen zu kaufen, diese gibt es am Fjord überall denn diese Region gilt als größtes Obstanbaugebiet Norwegens. Am zweiten Tag erreichen wir dann gegen Mittag den Campingplatz Lone Camping bei Bergen wo wir die nächsten drei Tage bleiben wollen. Dieser liegt unmittelbar an einem See der zum Baden und Kanu fahren einlädt was wir den Rest des Tages auch zu nutzen wissen. Der Platz selbst ist Recht groß und bietet für jede Art von Reisenden, egal ob LKW oder Backpacker einen geeigneten Platz. Natürlich sind wir wieder einmal die auffälligsten auf dem Gelände und so kommt es das sich immer wieder einige Leute vor dem Man'i einfinden und es uns eigentlich nie langweilig wird. Nebenbei versucht Anja im Dutsch Oven ein Brot zu backen was allerdings nicht ganz gelingt. Ich gebe den Holzkohle Briketts dafür die schuld denn die letzten welche ich gekauft hatte Zuhause waren eher naja Abfall. Diese zerfielen sofort zu Staub und generierten auch keine ordentliche Hitze was wohl zum scheitern des Brotbackens führte. Naja egal, jetzt hab ich vorgesorgt und Cocosbriketts in ausreichender Menge für die nächsten Monate besorgt.

Heute soll es in die Stadt gehen denn dafür sind wir ja eigens hier her gekommen. Am besten geht das mit dem Bus welcher stündlich vom Campingplatz abfährt. Mit diesem gelangen wir ins nächste Städtchen von wo aus wir mit der S-Bahn bis mitten in die City von Bergen gelangen. Bergen hat ja so einiges zu bieten und so schlendern wir gemütlich durch einige Gassen, besuchen so manche Kirche und gelangen schließlich auf den Fischmarkt. Dieser ist natürlich das absolute Highlight für Anja denn hier ist sie voll in ihrem Element. Man staunt nicht schlecht was es hier alles gibt und frischer als hier geht es auch nicht. Im Anschluss gelangen wir in den wohl bekanntesten Teil Bergens, Bryggen mit seinen alten bunten Holzhäusern. Hier ist es richtig cool das einzige was mich persönlich stört ist das sich in jedem kleinen Raum ein Souvenirshop befindet. Das zerstört die Atmosphäre total aber was will man machen, den tausenden Japanischen Touristen gefällt's und Anja freundet sich mit eben diesen immer mehr an. Das absolute muss ist jedoch die Marienkirche die um 1130 nach dem Vorbild des Speyerer Doms aus Naturstein erbaut wurde sowie die Bergenhus Festung. Das schauen wir uns alles an und verbringen den gesamten Tag in Bergen bis wir zum Abend hin wieder zum Campingplatz zurück kehren. Kaum angekommen erwartet uns schon unser Nachbar welcher seit einigen Wochen mit einem Lada Niva unterwegs ist und seit gestern neben uns steht. Das wird wohl wieder Alkoholreich heute Abend, aber egal morgen ist ausschlafen angesagt und noch einen Tag Urlaub machen mit viel nix tun. Achso wir haben jetzt auch Zuwachs bekommen, einen aufblasbaren Delfin namens Flipy, jetzt kommen die Mädels gar nicht mehr aus dem Wasser.





Jetzt waren wir drei Tage hier und wir wollen langsam weiter. Heute soll es nach Flam gehen und der Weg dahin ist auch echt spektakulär. Aber langsam, erstmal wieder alles zusammen Räumen und vor allem Flipy richtig unterbringen. Dann noch von den ganzen netten Leuten verabschieden und schon ist es fast Mittag bis wir los kommen. Auf dem Weg nach Flam entdecken wir wieder einige Wasserfälle und machen reichlich Photos. Leider fängt es dann an zu regnen was eher unschön ist, obwohl es erst der zweite Tag mit Regen auf unserer Reise ist und er wirklich gebraucht wird. Kurz vor Flam entdecken wir eine Zeltstadt welche uns neugierig macht was das genau wohl ist, jedoch sind wir da auch schon im Tunnel. Wir entscheiden uns dazu zu wenden und uns das ganze anzusehen jedoch ist der Tunnel ganze elf Kilometer lang und dazu noch völlig unbeleuchtet. Also durch, wenden und wieder hinein ins Schwarze Loch. Nach weiteren elf Kilometern sind wir wieder da wo wir schon waren und suchen einen Parkplatz was gar nicht so einfach ist da hier jeder anhält wie es scheint. Doch was lange währt wird gut und so finden wir am nahen Fähranleger einen Platz. Es stellt sich heraus das es sich hier um ein Wikingerdorf mit aktiven Markt handelt. Also genau das was uns interessiert und so lassen wir uns nicht lange bitten und schauen uns alles an. Auch einige Süßigkeiten aus aller Welt bekommen wir hier und einen schönen leckeren Tee. Der Eintrittspreis möchte ich anmerken war jedoch nicht angemessen und eher absolut überzogen für die paar nachgebauten Häuser mit nichts dazu. Viel später, also eigentlich erst jetzt wo ich diesen Text schreibe stellt sich heraus das dort wohl ein Drehort von der Serie Vikings ist. Auch das originale Schiff aus der Serie kann man dort bestaunen. Jetzt regnet es immer mehr und wir wollen langsam weiter schließlich haben wir auch noch keinen Platz für die Nacht. In Flam angekommen begeben Anja und ich uns nur schnell zum Bahnhof um die Abfahrtszeiten des Zuges für morgen früh zu erfahren und stellen fest wir sollten früh los denn es ist schon fast alles ausgebucht bis auf ein paar Plätze im neun Uhr Zug. Jetzt noch einen Parkplatz für die Nacht finden und gut ist für heute. Knapp hinter dem Ortsausgang auf der linken Seite der Hauptstraße findet sich ein kleiner Platz wo wir uns hinstellen können. Wir haben sogar einen Zugang zum Wasser was mich und Alina sofort ans Angeln denken lässt. Leider fangen wir auch heute wieder nix. Irgendwie ist da der Wurm drin. Zu uns gesellt sich dann noch ein kleines Berliner Wohnmobil mit einem älteren Ehepaar welches sofort unsere kleine Mia ins Herz geschlossen hat.

Am heutigen Morgen geht es mit der Flambahn nach Myrdal einem Bahnhof ganz oben auf dem Fjell. Die Bahn selbst ist schon ein Erlebnis denn sie ist mit ihren 20 Kilometern Länge auf welchen sie einen Höhenunterschied von 864 Metern überwindet schon einmalig in Europa. Die Strecke führt anfänglich durchs Tal vorbei an einigen schönen Wasserfällen welche dank dem gestrigen Regen ordentlich Wasser führen bis es in die ersten Tunnels geht. Insgesamt hat die Strecke 20 Tunnel welche alle von Hand in den Berg gehauen wurden. Einer von ihnen ist sogar ein Kehrtunnel mit etwa sechs Kilometer Länge um den Höhenunterschied auf diesem kurzen engen Stück zu bewerkstelligen. Hinter diesem macht der Zug eine kurze Pause am Kjosfossen, einem Atemberaubenden Wasserfall mit Geschichte. Unsere neuen Freunde von gestern Abend sind auch mit uns mitgefahren und fahren mit einer anderen Bahn später wieder hinunter, wir hingegen entscheiden uns zu einer Wanderung zu Fuss zurück nach Flam. So trennen uns unsere Wege fürs erste. Der Weg zurück beginnt etwas steil und führt über Serpentinen an einem Wasserfall hinab ins Tal wo sich eine Ziegenalm befindet mit angeschlossener Käserei. Da muss natürlich ein Zwischenstopp eingelegt und eine Rast gemacht werden. Der Käse ist echt lecker und nur zu empfehlen. Weiter führt uns der nun gut ausgebaute Weg immer weiter hinunter ins Tal und so kommen wir gut voran. Am Wegesrand finden wir immer wieder Himbeeren und wilde Erdbeeren so das wir ständig am naschen und probieren sind. Anders möchte ich das jetzt nicht ausdrücken, wir kommen jedoch manchmal auf Grund des naschens nur langsam voran ;-) dazu kommt diese atemberaubend schöne Natur welche uns immer wieder zum schauen und staunen veranlasst. Kurz bevor wir unten ankommen erwischt und noch ein kurzes Gewitter welches genau durch das Tal zieht, ist aber nicht schlimm wir sind ja vorbereitet und haben unsere Ponchos dabei. Die letzten Kilometer ziehen sich dann doch ganz schön hin und so ist bei den Mädels, besonders bei Alina eine gewisse Erschöpfung zu erkennen. Okay 20 Kilometern Fußweg sind auch nicht ganz ohne gebe ich ja zu aber gelohnt hat es sich allemal und ein Eis gab es auch noch als Belohnung.



Da der Nachmittag noch nicht zu alt ist und wir noch einen Schlafplatz irgendwo brauchen fahren wir noch zur Stegastein Aussicht, einer Plattform mit einer super Aussicht auf den Fjord. Die Auffahrt ist mit maximal zehn Metern Länge angegeben und sollte auch wirklich nicht unterschätzt werden. Sie führt auf einer gerade einmal etwa drei Meter breiten Strasse steil bergauf und ich muss in den engen Serpentinen immer wieder zurücksetzen. Doch nach etwa einer Stunde sind wir oben und genießen die Aussicht, also Anja und ich. Die Mädels schlafen total ausgepowert im Man'i und selbst wir beide tun uns schwer mit dem laufen und vor allem dem ein und aussteigen. Jetzt heißt es nur noch einen Schlafplatz zu finden, leider wird das Wetter oben auf dem Fjell immer schlechter so das wir uns noch dazu entschließen ins nächste Tal zu fahren wo wir auch gleich einen Platz am Fjord finden. Er ist zwar wieder an der Straße aber was soll's nachts ist hier ja nicht viel los. Auch hier besteht wieder die Möglichkeit zu angeln und irgendwann soll ja mal ein Fisch auf den Grill aber wie das so ist, auch hier gibt es keine Fische. Ist wirklich eigenartig das ganze. Ich vermute das liegt an dem Wetter der letzten Wochen was das Wasser zu sehr erwärmt hat und nun sind die Fische weiter ins Meer hinaus gewandert denn nicht nur nur ich habe keinen Erfolg beim angeln sondern selbst die Einheimischen.

Es ist mal wieder fahren angesagt heute und so verbringen wir die meiste Zeit im Man'i. Wir fahren hoch hinauf in den Jotunheimen Nationalpark und bestaunen die Weißen schneebedeckten Berge und selbst der Justedalsbreen erstrahlt in der Sonne. So fahren wir sehr lange über die Berge bis die Strasse vorbei an vielen großen Wasserfällen wieder hinab ins Tal nach Lom führt. Die hiesige Stabkirche welche im 12. Jahrhundert erbaut wurde muss natürlich besucht werden und so verbringen wir noch einige Zeit hier in diesem kleinen Städtchen bis wir wieder weiter Richtung Gejranger aufbrechen. Der Tag neigt sich dem Ende und so suchen wir einen Platz für die kommende Nacht. Leider ist das heute nicht ganz so einfach und so dauert es noch eine ganze Weile bis wir einen geeigneten Platz finden. Leider ist dieser auch wieder sehr nahe an der Straße gelegen aber was soll's langsam haben wir uns daran gewöhnt. Auch einkaufen waren wir heute noch und Anja hat endlich ihr Banos, ein Marmeladen ähnlicher Brotaufstrich aus Bananen bekommen. Da wir ja nun kein Glück mit dem Angeln haben gibt es halt Lachs aus dem Rema auf den Grill heute Abend.

In Gejranger angekommen fahren wir heute mal auf einen Campingplatz wo wir schon in der Einfahrt wieder auffallen. Kaum haben wir einen Stellplatz ergattert, welcher perfekt am Wasser liegt haben wir auch schon Besuch. Ja so ist das, und ich komme nicht mal dazu das Dachzelt aufzubauen ohne mit Fragen gelöchert zu werden. Die Mädels haben nach wenigen Minuten bereits einen Hund zum spielen gefunden und Anja kundschaftet derweil alles aus. Naja was ich von Campingplätzen halte ist ja bekannt aber hin und wieder muss man da mal hin. Schließlich müssen wir auch mal die Toilette entsorgen, neues Wasser auffüllen und auch uns mal richtig Duschen. Nachdem ich jetzt den meisten Weißware-Piloten all ihre Fragen beantwortet habe begeben wir uns noch auf Entdeckungstour durch Gejranger. Dieser Ort ist eigentlich nur da das er da ist und hat außer für die Tourismusindustrie absolut keine Bedeutung. Zwar Landschaftlich schön gelegen und Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Bootstouren ist aber sonst nicht viel los hier. Das größte Highlight ist der große Souvenirshop im Zentrum der kleinen Stadt dennoch zieht es täglich tausende Touristen aus aller Welt hier her. Wieder zurück bei Man'i machen wir erstmal nen Kaffee und wollen den Rest des Tages in aller Ruhe ausklingen lassen. Und da sind sie, eine Gruppe Japanischer Touristen mit ihren gemieteten Elektroautos und Zelten. Was nun geschieht das habe ich noch nicht erlebt. Die parken wie sie die Karren aus die Hände verlieren wild zwischen uns und dem Norwegischen Nachbarn mit seinem Toyota mit Dachzelt. Dieser ist auch irgendwie nicht gerade begeistert und schaut nur irgendwie hilflos fragend zu uns herüber. Nun versuchen einige von den Neuankömmlingen ihre Zelte auf zu bauen während einige andere welche mich seltsamer weiße an eine Mangaserie errinern sich nach einer Alternative um zu sehen. Anja ist irgendwie entsetzt und verlangt doch von mir das ich diese verscheuchen soll. Weiß gar nicht was sie hat, also ich finde es sehr amüsant was hier gerade geschieht. Nun jedoch stellt einer der Japaner sein kleines Zelt doch tatsächlich unter das Dachzelt des Norwegers, das war dann wohl zuviel für ihn und er knöpft sich den Übeltäter mit einem Golfschläger in der hand vor. Der arme weiß gar nicht wie ihm geschieht und selbst Anja wird immer lauter gegenüber den Japanern, dabei mag sie sie doch so gern. Lange Rede kurzer Sinn, die anderen Helden haben dann doch den Platz für die Zelte am anderen Ende des Campingplatzes gefunden und so ziehen sie wieder ab. Ich muss sagen bissel frech sind se schon aber spassig war es auch irgendwie.


Es geht weiter zu den Trollstigen und da das Wetter eher so lala ist fahren wir auch fast ohne Zwischenstopp direkt dahin. Nur einige male halten wir zum Fotografieren und einmal um etwas zu tanken. An den Trollstigen ist richtig viel los aber wir bekommen dennoch einen Parkplatz und können uns somit erst einmal etwas umschauen. Als ich das letzte mal hier war sah das alles noch ganz anders aus, auch das Tourismuscenter gab es so noch nicht. Da es hier total überlaufen ist und wir sowieso erst abends hinunter fahren wollen um alles ganz in Ruhe bestaunen und vor allem Fotografieren zu können fahren wir ein Stück zurück zu einem Wanderparkplatz. Hier verbringen wir den gesamten Nachmittag, Anja bereitet das Essen vor, heute soll wieder einmal der Dutsch Oven genutzt werden und ich kümmere mich um Man'i. Dieser benötigt auch hin und wieder etwas Aufmerksamkeit und Pflege. Dann spielen wir noch ein paar Spiele und schauen einen Film bis es schließlich 22 Uhr ist und wir weiter fahren wollen. Jetzt ist es richtig leer hier oben und selbst das Wetter hat sich wieder gebessert so das wir eine richtig schöne Zeit hier oben verbringen können. Nebenbei gelingen mir viele gute Photos von den Bergen und dem Touristen-Center. Es ist nun fast Mitternacht und wir fahren ganz gemütlich diese Serpentinenstrasse hinab.

Wir halten immer wieder an und können auf der nun absolut leeren Strasse ungehindert Fotografieren und auch sonnst tun was immer wir wollen. Das warten hat sich also gelohnt und ich kann es nur jedem der gute Bilder machen oder einfach nur ungestört diese Landschaft genießen möchte empfehlen hier Nachts her zu kommen. Da wir die nächsten Tage nach Alesund wollen und die Straße gerade so schön leer ist fahren wir jetzt noch zu einem Platz den wir mit Hilfe der App in der Nähe von Alesund gefunden haben. So sind wir jetzt gegen drei Uhr morgens hier und gehen ohne weitere Umwege direkt ins Bett.



Es ist Mittag und so langsam sind alle wieder wach und fit für den heutigen Tag. Wir wollen Alesund erkunden und dazu müssen wir ein Stück mit dem Rad fahren. Vorbei am Meeresmuseum immer Richtung Stadt. Unser erstes Ziel ist die 1906 errichtete Kirche von Alesund mit ihrem großen Altarbild aus Lindenholz. Die Kirche selbst ist zwar noch nicht unbedingt alt jedoch besitzt sie durch ihre Naturstein Fassade einen gewissen Mittelalterlichen Charme. Die Altstadt ist von hier auch nicht mehr weit und so lassen wir die Räder an geeigneter Stelle stehen um etwas flexibler zu sein, gerade wenn man immer wieder kleine Läden und Geschäfte besucht werden sie etwas lästig. So stöbern wir hier und da und genießen so manch Leckerei. In Alesund gibt es auch eine Treppe, nicht irgendeine, sondern die Treppe. Genau die mit den 418 Stufen welche auf den Berg Aksla mit seiner wundervollen Aussicht führt. Von hier oben aus kann man die gesamte Stadt, welche ja auf mehreren Inseln liegt und die umliegenden Berge bewundern. Dabei entdecke ich eine Tafel welche die Dinge in der Umgebung aufzeigt und finde auf einer anderen Insel einen Strand. Da die Inseln mit Tunneln verbunden sind merken wir uns diesen Platz doch mal vor, kann sein wir ziehen nochmal um heute. Unterhalb des Berges befindet sich ein Park mit Spielplatz und einer Vikinger Statue. Diese stellt Gange Rolf welcher 911 das französische Herzogtum Normandie gründete dar. Er war ein Vorfahre von Wilhelm dem Eroberer der im Jahre 1066 England eroberte, und ist somit der Stammvater des Englischen Königshauses. Ja ist ganz schön viel Geschichte für so ein kleines Städtchen. Irgendwann am Nachmittag radeln wir wieder zurück und ziehen mit Sack und Pack nochmal um, an den kleinen Strand welchen wir entdeckt hatten. Kaum angekommen, leider ist der Platz doch nicht so sonderlich schön, zieht es sich zu und beginnt etwas zu regnen. Das hält uns aber nicht davon ab ins Wasser zu springen und herum zu toben. Es ist richtig warm, fast wie in einem Freibad Zuhause was einen fast vergessen lässt das es sich ja eigentlich um den Atlantik handelt und das schon fast am Polarkreis, naja fast. Etwa 500 Meter von hier entfernt ist eine Brücke unter welcher ein paar Fischer mit ihren Booten liegen und Angeln, das ist das Stichwort für mich. Wenn die dort angeln muß es da auch Fische geben also nix wie hin und mal versuchen. Man kommt super gut an das Wasser unter der Brücke heran und kann von den großen Steinen aus auch gut angeln. Nur fangen, ja fangen tun wir wieder nix und auch die Fischer fahren nach einer Weile ohne Beute wieder weg. Das ist unglaublich den ganzen Urlaub in Norwegen nicht einen einzigen Fisch gefangen. Das Wetter wird jetzt richtig unangenehm und wir schaffen es gerade noch rechtzeitig zu Man'i als ein Sturm mit Regen und Graupel herrenbricht. Dieser Sturm beschäftigt uns die ganze Nacht und rüttelt und zert mit voller Kraft am Dachzelt so das die Mädels irgendwann im Container schlafen und Anja und ich ins Zelt umziehen. Das ist wirklich ganz schön laut und an Schlaf ist fast überhaupt nicht zu denken in dieser Nacht.



Am Morgen legt sich der Sturm dann wieder und sogar die Sonne lässt sich wieder blicken. So fahren wir noch einmal in die Stadt und besichtigen alles das was wir gestern nicht geschafft oder einfach übersehen haben. Die Mädels sind seit einigen Tagen schon der Meinung unbedingt Flip Flops haben zu müssen und Nerven nun so sehr daß wir in jedes Schuh und Freizeit Geschäft Rennen um eben diese zu bekommen. Da der Sommer allerdings praktisch vorüber ist und Norwegen nicht unbedingt für Flip Flops bekannt ist erweist sich die Suche eher als zwecklos. Erst in einem großen Einkaufszentrum am Ende der Stadt wo wir vor der Weiterfahrt eh nochmal unsere Brot und Gemüse Reserven auffüllen wollten hatten wir Glück und bekommen welche. Hoffentlich ist jetzt Ruhe. Die Weiterfahrt nach Andalsnes am Nachmittag ist auch wieder wunderschön und die Berge welche wir vor zwei Tagen in der Nacht nur erahnen konten erheben sich majestätisch vor uns im besten Sonnenschein. Falls mal jemand auf die Idee kommt einige Mautstellen zu umfahren wie zum Beispiel die ein oder andere Brücke oder einen Tunnel so lasst euch gewarnt sein, das funktioniert nicht. Diese eine Brücke kostete uns auf der Hinfahrt rund 60 euro und so dachten wir uns fahren wir halt auf dem Rückweg um den kleinen Fjord drum herum. Der Gedanke war gut aber auf der Hälfte der Strecke stand auch eine Maut-Brücke und diese war nicht viel billiger als der Weg über die Brücke. Ein Stück weiter wollen wir am Wasser entlang fahren und nicht durch den Tunnel welcher auch Mautpflichtig ist. Die Strasse biegt vor dem Tunnel ab, hat sogar zwei spuren und Striche in der Mitte, ist nicht als Sackgasse ausgeschildert und endet doch tatsächlich kurz bevor es wieder auf die Hauptstraße geht an einer Betonmauer. Also wenden in zehn Zügen und wieder zurück zum Tunnel. Anja findet das irgendwie lustig, ich hingegen bin irgendwie naja sagen wir mal enttäuscht. Am Abend erreichen wir Andalsnes und parken in der Nähe des Bahnhofs wo sich ein offizieller Womo Stellplatz befindet, dieser ist sogar kostenlos. Noch einen Spaziergang durchs Dorf machen und immer wieder hinauf zum Berg blicken denn da wollen wir morgen rauf, nur die Mädels die wissen noch nichts davon.

Hallo Hallo aufstehen, guten Morgen. Ja es ist schon wieder gleich acht Uhr und wir wollen doch noch auf den Berg heute also nix wie raus aus den Federn und ab an den Frühstückstisch. Okay die Begeisterung hält sich bei Alina und Mia in Grenzen aber ich kann es kaum erwarten mal wieder einen Berg zu besteigen und so Versuche ich die beiden zumindest bissel zu Motivieren. Nach dem Frühstück folgt erstmal wieder das übliche Prozedere mit allem drum und dran. Und dann geht's endlich los. Wir wollen auf den Rampestrecken, einer Aussichtsplattform in 536 Metern Höhe. Das klingt erstmal nicht viel, wen man jedoch bedenkt daß wir uns noch auf Meereshöhe befinden und der Weg eigentlich nur 2 km lang ist dann kann man sich vorstellen wie steil das ganze ist. Der erste Kilometer vom Parkplatz bis zum eigentlichen Anfang des Weges steigt nur sehr gemütlich an und führt entlang der Hauptstraße. Danach geht es in den Wald und über eine Art Steeg aus Stahl etwas steiler bergan bis zu einer kleinen Aussicht. Habe ich eigentlich schon erwähnt daß das Wetter heute wieder schlecht ist und wir nur einen Teil des Berges sehen können? Das ist etwas unschön denn eigentlich hatten wir, also Anja und ich uns riesig auf das Panorama dort oben gefreut. Andererseits hat es den Vorteil daß man nicht sieht was vor einem liegt und die Mädels denken immernoch es ist nicht allzu weit und wird wieder flacher. Wie es auch ist es geht weiter, von hier nur noch steil bergauf. Der Weg wird zu einer Art Schneise auf der jeder versucht irgendwie bergauf zu kommen, mitunter auf allen Vieren. So macht das Spass und wir quälen uns langsam aber stetig den Berg hinauf. Die Wolken werden immer Dichter und wir können mancher Orts nur noch wenige Meter weit schauen jedoch verwandelt der Nebel den Wald in eine Art Märchenwald wo man hinter jeder Ecke einen Troll oder in den Moosen auf den Birken kleine Feen erwartet. Nach etwa eineinhalb Stunden sind wir oben an der Aussichtsplattform welche den Blick auf oder besser in die Wolken ungehindert frei gibt. Schade aber was will man machen jedoch allein der Aufstieg war es wert hier hoch zu kommen. Erstmal Pause zum Luft holen und ein kleines Picknick machen. Noch paar Fotos und dann geht es wieder bergab. Der Abstieg ist zwar leichter aber dennoch anstrengend den das steile Gefälle und die großen Absätze gehen ganz schön auf die Knie. Jedoch benötigen wir bergab nur etwa eine Stunde. Mittlerweile sind auch viele andere unterwegs den Berg zu erklimmen und es wird Recht voll auf dem Weg da war es wieder gut das wir trotz des schlechten Wetters recht früh aufgebrochen sind. Gegen Mittag sind wir wieder zurück bei Man'i, gönnen uns eine Kleinigkeit zu essen, einen heißen Tee und studieren die Landkarte denn irgendwie müssen wir langsam aber sicher wieder Richtung Schweden gelangen. Eine grobe Richtung haben wir schon mal und so fahren wir heute Nachmittag noch ein Stückchen Richtung Osten auf großen und vor allem kleinen Strassen. Irgendwann fahre ich auf einen Parkplatz für eine kleine Pause und sehe bereits beim einbiegen ein kleines Wohnmobil das mir irgendwie bekannt vor kommt. Natürlich die beiden Berliner welche wir in Flam kennen gelernt haben. Die beiden schauen gerade so wie wir und können es kaum glauben daß wir uns hier nochmal über den Weg laufen. Die Wiedersehensfreude ist groß, gerade Mia hat sich besonders gefreut und so bleiben wir für eine Weile hier um über die Erlebnisse der letzten Tage zu plaudern. Es hat sich eine kleine Freundschaft daraus entwickelt und wir haben zu den beiden auch heute noch regelmäßig Kontakt. Jedoch wollen die zwei in eine andere Richtung weiter und so trennen sich hier unsere Wege zum zweiten Male doch wer weiß, die Welt ist ja klein. Viel Lust haben wir eigentlich heute nicht mehr und so suchen wir uns ein Fleckchen an einem Fluss für die Nacht. Wir werden nach einiger Zeit fündig und stellen uns neben einen Jungen Holländer mit seinem alten Wohnmobil. Da es nun schon einige Zeit geregnet hat machen wir heute Abend mal wieder ein kleines Feuer und dazu Knüppelteig in verschiedenen Variationen. Auch der Holländer setzt sich zu uns und so wird es ein richtig schöner Abend trotz des etwas miesen Wetters.



Der nächst größere Ort ist Oppdal und da wollen wir einen Stop einlegen. Oppdal ist ein Ski Ort und somit eigentlich nur im Winter wirklich attraktiv aber wenn wir schon mal da sind schauen wir uns natürlich auch um. Doch zuerst werden wir entdeckt von einem Mitarbeiter der hiesigen Klatschpresse. Wir sind eigentlich noch am einparken da steht ein junger Mann mit einer Kamera neben uns und frägt ob wir ihm ein Interview geben könnten. Natürlich sage ich und schon geht's los, woher, wieso, weshalb, wohin und natürlich alles über Man'i. Dann noch einige Fotos und fertig. Keine zwei Stunden später erscheint auch schon ein Artikel mit der Überschrift "CAMPING PA HOYT PLAN" auf der Homepage von Oppdalingen. Jetzt sind wir auch hier bestens bekannt. Wir verbringen die nächsten Stunden in Oppdal, besuchen einige kleine Läden und entdecken so manch kurioses. So stellen wir fest das die Frauen Oppdals viel Zeit haben müssen denn sie haben hier einen ganzen Kleinwagen eingestrickt. Jawohl komplett von vorne bis hinten, von oben bis unten und sogar innen drinnen. Da steckt viel Zeit, Arbeit und vorallem Liebe drin. In der hiesigen Tourist-Information bekommen wir noch einige Infos zu Ausflugszielen in der Region aber wie schon gesagt handelt es sich hier um einen reinen Skiort und somit ist das Angebot recht gering. Es gibt zwar einige interessante Wanderwege allerdings sind das hauptsächlich Mehrtagestouren und für diese habe ich jetzt leider keine Ausrüstung mit. Da fehlt es an Zelt und Schlafsack, das ist mal was für alleine, oder zumindest mit ordentlicher Vorplanung. Die nette Dame verweist uns auf Roros, einer alten Kupferstadt nahe der Schwedischen Grenze welche wir uns unbedingt anschauen sollten und so bedanken wir uns höflichst und begeben uns auf den Weg zu genau dieser Stadt. Ein Stück zu fahren ist es schon das macht aber nichts denn wir wollen oder besser müssen leider eh in diese Richtung. In Roros angekommen finden wir auf Anhieb einen super Stellplatz am Ortrand wo wir ungestört bleiben können. Das Wetter ist auch super und so nutzen wir die nebenstehenden Bäume um unsere Wäscheleine zu befästigen und die Wäsche welche wir gestern Abend noch ins Fass getan haben aufzuhängen. Im Anschluss geht's in die Stadt. Roros welches auch UNESCO Weltkulturerbe ist wurde im 17 Jahrhundert wegen seines Kupfervorkommens bekannt. Bis ins Jahr 1977 wurde hier Kupfer abgebaut. Die Mine ist heute ein Museum und lohnt sich besucht zu werden denn hier wird nicht nur die Geschichte des Bergbaus erzählt sondern auch die Geschichte der Stadt und ihre Bedeutung in so manchen Kriegen mit Schweden. Unweit der Miene befindet sich die Kirche welche auch unbedingt besucht werden sollte. Hierbei handelt es sich um eine Oktogonalkirche welche 1784 erbaut wurde. Ebenso ist die Altstadt ein absolutes Muss, die alten Holzhäuser mit ihren bunten Farben und Blumen geschmückten Fenstern sind bis zu 300 Jahre alt und beherbergen heute noch so manchen Künstler sowie Bäckereien und kleine Caffe's. Ja hier kann man es aushalten und so bleiben wir bis zum frühen Abend in der Stadt. Wie es immer so ist wenn wir die Wäsche aufhängen beginnt es natürlich auch jetzt wieder zu regnen und eh wir wieder bei Man'i sind ist diese genau so nass wie wir also lassen wir sie hängen bis morgen und verbringen den Abend mit Brettspielen und Musik.




Nach zwei schönen Tagen in Roros ging es gestern Abend noch nach Schweden in den Fulufället Nationalpark wo wir heute Schwedens höchsten Wasserfall besuchen wollen. Auf der Fahrt hierher haben wir noch einige Renntiere gesehen, Anja war richtig begeistert waren es doch die ersten und leider auch einzigen auf der Reise. Dabei sei angemerkt das wir auch keinen Elch in der ganzen Zeit gesehen haben. Der Nationalpark ist eine Perle der Natur und verfügt über eine Anzahl von gut ausgebauten Wegen die uns zum Njupeskär Wasserfall führen. Einige davon sind sogar für Rollstuhlfahrer geeignet, da sieht man wieder einmal was so alles möglich ist wenn man nur will, in Deutschland reicht es noch nicht mal für Barrierefreie Toiletten. Der Wasserfall zieht uns sofort in seinen Bann und ich verbringe bestimmt eine halbe Stunde nur mit Fotografieren während Anja die Ruhe genießt. Wir verbringen noch einige Zeit auf den Wegen und spazieren langsam wieder zu Man'i denn wir wollen noch nach Särna und dann weiter nach Nornäs. In Särna ist richtig was los nur leider aus einem eher beunruhigendem Anlass. Da es der trockenste Sommer seit Jahren ist und es seit Monaten nicht mehr geregnet hat kämpft Schweden mit vielen Waldbränden und in Särna ist die Haupteinsatzzentrale da nur hier die Löschflugzeuge in dem langen See ihre nasse Ladung aufnehmen können. Dazu kommen Hubschrauber welche sogar mitten auf der Hauptstraße landen zum betanken und jede Menge Feuerwehr und Militär welches wohl die Logistik übernommen hat. Sogar einige Deutsche Feuerwehren sind hier um zu helfen. An dieser Stelle ist denke ich auch mal ein Dankeschön angebracht denn ohne dem unermüdlichen Einsatz der Feuerwehren und Soldaten währen noch viele weitere Quadratkilometer Wald und auch Häuser den Flammen zum Opfer gefallen.



Wir hingegen wollen eigentlich nur einkaufen und dann weiter. Der kleine Supermarkt im Dorf bietet alles was wir brauchen und so können wir auch gleich weiter. Von einer früheren Reise her kenne ich einen Aussichtsturm oberhalb von Särna welcher in unserer Richtung liegt, diesen besuchen wir natürlich und genießen von da oben einen wunderbaren Blick zurück in Richtung Norwegen und hinüber zum Nationalpark von heute morgen. In der anderen Richtung kann man einen Großen Teil Schwedens überblicken denn der Berg auf dem der Turm steht ist nicht gerade klein für Schweden. Leider entdecken wir auch einige Rauchsäulen am Horizont und es riecht immer wieder nach verbrannten Holz während die Hubschrauber und Flugzeuge unaufhörlich Wasser aus dem See aufnehmen und in den Wäldern wieder ablassen. Uns bleibt dabei nur zu hoffen das wir von alldem verschont bleiben. Weiter geht es nach Nornäs, wo Kati und Martin von Weiterweg.de ihr neues Zuhause gefunden haben. Die beiden betreiben hier ein Cafe und ein Outdoor-Offroad-Spezial-Oberhammer-ist das geil-Camp. Sorry aber anders kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Was die beiden hier auf die Beine gestellt haben ist der Hammer, soviele kleine und grosse, alte und kuriose Dinge die dieses Camp zu einem Paradies auf Erden machen wie es kein zweites gibt. Da parkt eine alte Karosse auf dem Dach des Service-Häuschens, das Waschbecken ist ein altes Ölfass, ein alter Buss wartet darauf in eine Ferienwohnung verwandelt zu werden und überall kleine Details und Zeugs was einfach nur da ist. Das muss man sehen und erleben hier. Wir dürfen mit Man'i neben der Wohnbutze, einer FM 2 Kabine welche zu einer Gästehütte umgebaut wurde unser Lager aufschlagen. Kaum sind wir da kommen auch schon einige der anderen Campbesucher auf ein Hallo vorbei. Die Mädels haben sofort andere Kinder und Hunde zum spielen gefunden und wurden nicht mehr gesehen. Das Camp bietet auch einen See welcher nur 5 Minuten Fussmarsch entfernt ist und mit richtig warmen Wasser darauf wartet das man in ihm badet.

So bleiben wir hier und verbringen die nächsten zwei Tage in bester Gesellschaft, fahren ein bisschen Fahrrad, baden und essen Elch bzw. Renntierburger in Kati's Cafe. Dabei sei angemerkt das auch der Kaffee einer der besten ist die ich je getrunken habe. Abends sitzen wir noch zusammen und machen einfach mal nichts.



Endlich ist er da, der Regen. Seit gestern Nachmittag regnet es nun ununterbrochen und es ist spürbar kälter geworden. Für uns heißt es Sachen packen und nach einem letzten Kaffee lebewohl zu sagen denn wir müssen weiter. Es steht allerdings absolut fest daß wir wieder kommen werden, vielleicht einmal im Winter denn die beiden vermieten neben Quad und ATV's auch Schneescooter und das ist doch was für mich :-)

Die heutige Strecke führt anfänglich noch auf Asphalt, daß ändert sich jedoch nach einigen Kilometern und wir fahren die nächsten 100 Kilometer auf Schotterstraßen durch den Wald. Der Regen hat natürlich nicht nur dafür gesorgt daß die Pflanzen und Bäume was zu trinken haben, nein er hat auch so manchen Streckenabschnitt in eine Schlammwüste verwandelt. Das macht zwar Spass da durch zu fahren allerdings sieht Man'i jetzt aus als wäre er bei einer Rally mitgefahren. Am Nachmittag kommt die Sonne wieder und wir finden wieder einmal einen schönen Platz an einem See. Anja sammelt einige Blau und Himbeeren für das Dessert heute Abend und ich bin noch mit der Kamera unterwegs. Morgen wollen wir weiter auf den Pisten nach Charlottenberg um wieder etwas einzukaufen und danach an einen See bei Arjäng.

Unser heutiges Ziel ist der Tresticklan Nationalpark wo wir etwas Wandern wollen. Nach etwa einer Stunde Fahrt von unserem gestrigen Stellplatz bei Arjäng aus erreichen wir den Parkplatz im Park. Von hier aus kann man in alle möglichen Richtungen Wandern. Wir entscheiden uns für einen Weg in Richtung norwegische Grenze wo eine kleine Hütte stehen soll. Anfänglich führt der Weg über einige mit Bohlen und Brettern befestigte Abschnitte zu einem See. Diesen umrunden wir auf schmalen natürlichen Pfaden und gelangen letztendlich wieder auf den anfänglichen Weg welcher uns weiter an die norwegische Grenze führt. Hier angekommen machen wir an der hiesigen Hütte welche wohl als Schutzhütte und Übernachtung für Wanderer dient eine ausgiebige Pause. Das Wetter ist so schön daß wir uns eine Weile in die Sonne legen und einfach die Ruhe der Natur genießen. Irgendwann geht es wieder zurück. Der Parkplatz hier ist eigentlich nicht schlecht zum Übernachten, sogar eine Toilette hat es hier doch es ist noch Recht früh und was zum Baden wäre auch nicht schlecht denn schließlich haben wir auch etwas geschwitzt heute. Ein kurzer Blick in die App Park4Night weißt uns einen schönen Platz an dem See Örsjön welchen wir nun noch anfahren. Leider ist der Parkplatz etwas voll und so muss ich eine Weile warten bis ich Man'i in seine endgültige Parkposition manövrieren kann. In der Zwischenzeit sind die Mädels schon wieder im Wasser und toben und spielen mit anderen Kindern. Am Abend braten wir uns noch einige selbstgemachte Burger welche mit einem Wein einfach nur lecker schmecken.

Heute morgen bin ich etwas negativ überrascht, da komme ich aus dem Man'i da sehe ich schon Anja mit einer älteren Dame diskutieren. Diese scheint wohl schlecht geschlafen zu haben denn sie ist nur damit beschäftigt uns zu beschimpfen und zu beleidigen. Irgendwie mag sie wohl keine Menschen in Wohnmobilen und Kastenwagen. Als sie anfängt mich als scheiß Deutschen zu beschimpfen und dazu noch meint das alle Schweden Touristen hassen reicht es mir und ich werde etwas lauter. Das scheint zu helfen denn plötzlich setzt sie sich in ihr Auto und verschwindet zusammen mit ihrem Mann welcher die ganze Zeit unbeeindruckt im Auto saß. Ja so etwas erlebt man auch, ist aber auch das einzige mal in der ganzen Zeit gewesen wo es zu einer nennen wir es mal Unstimmigkeit mit den Einheimischen gekommen ist. Denn eigentlich sind die Schweden Recht freundlich und zuvorkommend wie ich es auch aus beruflicher Sicht kenne. Naja was soll's ich geh jetzt erstmal baden und dann geht's weiter nach Varberg.



Varberg ist eine kleine aber sehenswerte Stadt südlich von Göteborg am Meer. Die Altstadt bietet einige alte Holzhäuser sowie eine kleine Kirche. In eben dieser verweilen wir einige Zeit denn die Bilder welche an den Wänden hängen faszinieren Anja ganz besonders und die Mädels naschen von dem Kuchen welchen die Kirchgemeinde heute hier anbietet. Natürlich kostenlos denn jeder ist willkommen im Hause Gottes. Ja hier ist so manches anders, im positiven Sinne. Auch eine Festung hat Varberg zu bieten welche hoch oben über dem Hafen trohnt. Von hier oben hat man eine schöne Sicht über die Stadt und den kleinen Park welcher unweit der Festung ist. Dort befindet sich ein schöner großer Spielplatz welcher erkundet werden möchte. Dieser scheint der schönste und auch größte der Stadt zu sein denn es sind meiner Meinung nach alle Kinder Varbergs hier anzutreffen. Nach etwa einer Stunde sind die Mädels fertig mit spielen und wir fahren an unseren heutigen Stellplatz. Dieser ist etwa 20 Kilometer südlich von Varberg bei Skrea Strand. Hier kann man direkt auf den Strand fahren und campieren. Vorausgesetzt der Balken für die Höhenbeschränkung ist rumgeklappt, wir haben Glück und stehen nun mitten auf dem Strand. Jetzt nur noch Stühle raus und den Sonnenuntergang genießen.

Übermorgen geht unsere Fähre nach Sassnitz und so neigt sich unser Aufenthalt in Skandinavien dem Ende zu. So fahren wir morgen noch einmal an den Strand bei Lilham wo wir unsere erste Nacht in Schweden verbrachten und genießen den letzten Abend am Meer.



Heute heißt es etwas eher aufstehen denn unsere Fähre legt um 7:45 Uhr nach Sassnitz ab. Mittag um 12 Uhr sind wir auch schon auf Rügen und quälen uns mit gefühlt 100 anderen Wohnmobilen durch die Baustellen über die Insel Rügen nach Stralsund. Hier wollen wir noch etwas bleiben denn die Stadt soll Recht schön sein. Direkt unterhalb der Rügenbrücke ist ein großer Parkplatz welcher aus welchem Grund auch immer fast komplett leer ist. Somit haben wir unseren Platz gefunden und gehen ganz gemütlich in die Stadt. Schländern durch einige Gassen, essen Fischbrötchen und Bratwurst und stehen schlußendlich vor dem Ozeaneum. Dieses Museum ist wirklich einen Besuch wert, denn es ist nicht einfach nur ein ödes Museum wie man es so kennt sondern eher aktiv und lebendig gestaltet. Die Ausstellung ist nicht nur interessant sondern auch spannend und bietet sogar was zum spielen für Jung und Alt. Das absolute Highlight ist das Aquarium mit all den großen und kleinen Meeresbewohnern. Gesamt verbringt man hier schon einige Stunden doch diese lohnen sich und es kommt kein bisschen lange Weile auf in all der Zeit.

Auf dem Heimweg schwenken wir noch mal in Richtung Discounter und besorgen lauter leckere Sachen für den Grill denn genau diesen werden wir dann auf dem großen Parkplatz auspacken und anfeuern haben wir beschlossen. So kaufen wir zum Beispiel Champions, Paprika, Hackfleisch, Frischkäse, Steaks und andere leckere Sachen und natürlich auch eine Flasche Wein. So lassen wir uns dann die gefüllten Champions und Paprika schmecken und ernten von so manchem Spaziergänger den ein und anderen neidischen Blick. Selber schuld können ja auch grillen die Leute ;-)

Am Morgen gehen wir noch einmal in die Stadt um uns noch all das anzusehen was wir gestern nicht geschafft oder übersehen haben. Dabei entdecken wir ein hübsches Cafe mit super Eis Angebot und so bleibt uns nichts anderes übrig als einen großen Eisbecher zu essen, also jeder von uns. Die Dinger sind so lecker das ich am liebsten noch einen essen könnte aber Völlerei ist ja eine Sünde heißt es und so belasse ich es bei dem einen. Im Anschluss begeben wir uns auf den Weg nach Potsdam wo wir am Abend am Park Sanssouci eintreffen. Zwischendurch haben wir noch in Neubrandenburg angehalten um bei dieser Hitze uns mit einem Bad im dortigen See abzukühlen. Die Temperaturen liegen hier bei weit über 30 Grad da könnt ihr euch vorstellen wie warm es vorn im Man'i ist, da macht fahren echt keinen Spaß. In Potsdam suchen wir eine Weile nach einem Parkplatz und werden vor der Parkinfo fündig. Dieser Parkplatz ist auch absolut leer was bei den Parkgebühren von 20 euro auch nicht wirklich verwundert. Dafür haben wir es Recht ruhig und sogar die Security kommt regelmäßig vorbei um nach dem Rechten zu schauen. Wir spazieren noch bis zum dunkel werden durch den Park. Um diese Zeit ist kaum was los hier und so kann ich noch ungestört einige Photos machen.



Auch heute gehen wir nochmals in den Park und zum Schloss Sanssouci, leider ist hier soviel los das wir keine Tickets für das Schloss bekommen. Das aber nicht schlimm denn auch außerhalb gibt es viel zu sehen und so landen wir irgendwann in der Stadt Potsdam und schländern durch die Innenstadt. Die Peter und Paul Kirche ist auch einen Besuch wert und dank Gottes Hilfe ist nun auch Mia's Wackelzahn der sie seit Tagen blagt kein Thema mehr. Denn kaum sind wir in der Kirche fällt dieser auch schon raus, wenn ihr wüsstet was wir mit dem Zahn schon durch haben. Den Rest des Nachmittags verbringen wir noch im Park denn es ist doch richtig schön hier und bei rund 70 Kilometern Wegenetz hat man auch genügend Auswahl an Wegen um nicht irgendwo doppelt lang zu laufen. Am Abend fahren wir noch an den Bärwalder See wo wir morgen unseren letzten Urlaubstag verbringen werden.

So sitzen wir nun hier am Surfer Parkplatz am Bärwalder See bei Boxberg. Vor uns Blubbert der Dutch Oven, die Mädels sind am baden und am Horizont winkt das Lausitzer Bergland. Ja so geht auch diese Reise zu Ende und wir blicken wehmütig zurück auf die letzten Wochen mit all ihren Höhen und manchmal auch tiefen. Doch so ist es nun einmal und wie heißt es so schön, nach der Reise ist vor der Reise und so freuen wir uns auch schon auf die nächste welche wir kaum erwarten können. Doch heute Abend heißt es noch einmal genießen und so sitze ich mit Anja im Arm an der Feuerstelle, schauen dem Dopf beim köcheln zu und genießen ein Glas Wein während die Sonne langsam am Horizont verschwindet.



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